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SAN VINCENZO AL VOLTURNO: HISTORISCHE URSPRÜNGE |
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Die
Abtei wird im Jahre 703 n. C. von drei jungen Mönchen aus Benevent (Paldo,
Taso und Tato) gegründet, die den Grundstein legen für eine aus San
Vinzeno Minore stammende Mönchsgruppe.
In den ersten 80 Jahren entwickelt sich die Abtei unter dem Schutz des
logobardischen Herzogtums
von Benevent, um später seinen Aufstieg unter dem fränkisch-karolingischen
Reich fortzusetzen. Unter dem Abt Autperto (778) wird San Vincenzo eine
der ersten europäischen Benediktinerabteien. Auch aufgrund seiner Lage
an der südlichen Grenze des Karolingerreiches werden der Abtei unter
Karl dem Grossen Schutz und Privilegien angedeiht, u. a. das der
Rechtsfreiheit sowie das Recht der freien Abtwahl (787). In den Jahren nach 913 wird die Abtei wiederaufgebaut, und ab 980 umgeben mit zahlreichen kleineren Siedlungen, die den Kern und das Leben der Gemeinden des Hohen Volturnotals ausmachen. Aufgrund der zunehmenden Hinterhalte durch verschiedene Angreifer und lokale Feldherren wird die Abtei umgesiedelt und völlig neu an ihrem heutigen, sichereren Standort errichtet. Im Jahre 1115 wird die Abtei von Papst Pasquale II neu geweiht. Ihrem
gefährlichsten Angreifer muss die Abtei nach 1139 in Rutger II, König
der Normannen, widerstehen. Dabei muss die Abtei einen teuren Preis
zahlen für die Weigerung der Mönche, einen Abt von Rutgers Gunst zu wählen,
sowie für ihr Autonomiebestreben und der Treue gegenüber der Römischen
Kirche, woraufhin Rutger II der Abtei all ihre Schätze und ihre Macht
entzieht. In den Jahren nach 1150 tragen verschiedene Ereignisse natürlicher
und anderer Art zum Untergang der Abtei bei, deren Geschichte damit
unterbrochen wird. 1942:
Schenkung der Besitztümer der Abtei von San Vincenzo al Volturno an
Montecassino unter dem Herzog Catemario. 1990:
Am 14. Mai Besiedelung des Klosters durch Benediktinernonnen aus der
Abtei Regina Laudis in Connecticut (USA), welche das Kloster zu neuem
Leben erwecken, das weiterhin eine Enklave des Klosters von Montecassino
bleibt. |
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Die
Dörfer des San Vincenzo Landes: |
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| Acquaviva d'Isernia | Cerasuolo di Filignano | Castel San Vincenzo | Cerro al Volturno | ||||
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| Colli a Volturno | Filignano | Forli del Sannio | Fornelli | ||||
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| Montaquila | Montenero Valcocchiara | Pizzone | Rionero Sannitico | ||||
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| Rocchetta a Volturno | S. Maria Oliveto | San Pietro Avellana | Scapoli | ||||
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Vastogirardi |
Sant'Angelo del Pesco |
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DIE
WIEDERGEBURT
In
dieser Gegend des Hohen Volturnotals, umrahmt von Naturschönheiten im Herzen
des Abruzzennationalparks, finden sich viele Anzeichen der Kultur und
Zivilisation der Benediktiner. Diese betreffen vor allem: q
die Auffindung archäologischer
Überreste mit den Überbleibseln der Schutzmauern sowie Malereien, die einige
Forscher dazu veranlasst haben, die Anlage von San Vincenzo al Volturno als
das „Pompeji des Mittelalters“ zu bezeichnen. q
Die Zeugnisse
antiker Zivilisationen: Herstellung und Buchbindekunst, Metall-, Glas- und
Emailverarbeitung, Keramik- und Terrakottaverarbeitung, Glockengießkunst. q Manuskripte (u.a. der „Chronicon Vulturnense“ des Abtes Giovanni, aufgezeichnet zwischen 1115 und 1136); der „Kommentar zur Apokalypse“ verfasst von Abt Autperto, sowie weitere Werke die zur Verbreitung des Kultes der Maria Fürsprecherin im Westen beitrugen, Die heutige Gegenwart des Mönchstums: ein Zeichen des
Lebens, des Fortbestandes, der religiösen und geistigen Betrachtung, der
kulturellen und handwerklichen Tätigkeit, die in der Stille der täglichen
Arbeit und des Gebets diese antiken Tätigkeiten und Traditionen
wiederaufleben lässt. Seit einigen Jahren ist die Abtei Schauplatz
verschiedener internationaler religiöser und kultureller Zusammenkünfte: q
1982: Das erste
Studienzusammentreffen zum Thema des Meridionalen Mittelalters: Una
grande Abbazia altomedioevale nel Molise. q 2000: Seminar mit dem Thema „Rolle und Perspektiven des Benediktinischen Mönchtums in der Gesellschaft des dritten Jahrtausends“, organisiert von dem Abt von Montecassino sowie dem Lions Club von Isernia. q
2002: Besuch des Präsidenten
der Republik C.A. Ciampi. Des weiteren finden Kurse über das religiöse
Apostelsamt statt, welche sich an Menschen wenden, die auf der Suche nach
einem geistigen Sinn ihres Lebens und ihres Tuns sind. Von mindestens drei
Monatiger Dauer, werden sie organisiert von der Mönchsgemeinschaft
(„Esperienza Culturale Monastica“ ECM) und finden im Kloster selbst statt.
Außerdem findet Musikunterricht zur Vorbereitung und/oder
Vervollkommnung sowie Wettbewerbe klassischer Musik für junge Talente (Klavier,
Gitarre) statt, veranstaltet vom städtischen Tourismusbüro (Pro loco) von
Rocchetta al Volturno. Es gibt reichhaltiges Material über San Vincenzo al
Volturno von unterschiedlichen Autoren. An dieser Stelle möchten wir als
kleinen Auszug die folgenden Bücher nennen, erschienen in italienischer
Sprache: q
1980: Le
chiese e gli edifici di San Vincenzo al Volturno, A. Pantoni – Verlag:
Abbazia di Montecassino; q
1985: I Convegno di studi sul
Medioevo meridionale: Una grande Abbazia
altomedioevale nel Molise - San Vincenzo al Volturno a cura di don F.
Avagliano - Verlag: Abbazia di Montecassino; q
1994: San
Vincenzo al Volturno: architettura ed arte, F.Valente - Verlag: Abbazia di
Montecassino; q
1994: La
basilica di Josue, R. Hodges, J. Mitchell - Verlag: Abbazia di
Montecassino; q
1994: Cultura
e società a San Vincenzo al Volturno, AA.VV. a cura di F. Marazzi -
Verlag: Abbazia di Montecassino; q
1995: San
Vincenzo al Volturno - Dal Chronicon alla Storia, AA.VV. - Istituto
Storico Regionale del Molise, a cura di G. De Benedictis, Verlag: C. Iannone
Editore, Isernia; q
1997: Storia
dell'arte nell'Italia Meridionale dai Longobardi agli Svevi, F. Abate -
Verlag: Donzelli; q
2004: San
Vincenzo al Volturno, AA.VV. - Istituto Storico Regionale del Molise, a
cura di N. Paone, Verlag: Iannone Editore, Isernia. Außerdem gibt
es auf dem Gebiet des antiken San Vincenzo Landes in der Umgebung der
gleichnamigen Abtei verschiedene Initiativen sowie wiederentdeckten
Traditionen von hoher kultureller Bedeutung: In Castel San Vincenzo befindet sich ein archäologisches
Museum indem zahlreiche Überreste aus dem archäologischem Fundgut aus San
Vincenzo al Volturno ausgestellt werden; des weiteren Kulturvereine wie z.B.
„Tremisse“ und „Onorato Fascitelli“ zur geschichtlichen, künstlerischen
und umweltfreundlichen Aufwertung des Gebietes. In Castelnuovo al Volturno wird einmal jährlich
am letzten Karnevalssonntag die „Pantomime des Hirschmannes“ veranstaltet. In Scapoli befindet sich das nationale
Dudelsackmuseum welches selbige Instrumente aus aller Welt ausstellt und den
Besucher vertraut macht mit einer Jahrhunderte alten Tradition. Der Abruzzen, Latium und Molise Nationalpark
leitet zwei Naturmuseen: das Bärenmuseum in Pizzone sowie das Museum der
apenninischen Fauna in Castel San Vincenzo. In nächster Zukunft wird der Verein Initiativen beginnen, um das mit San Vincenzo al Volturno verbundene Kulturgut aufzuwerten, im Einklang mit der geweihten Umgebung und dem Einverständis des Abtes von Montecassino. Diese Initiativen werden zu verschiedenen Zeiten und auf unterschiedliche Weise jedoch mit einem gemeinsamen Ziel, vorangehen AUFWERTUNG
DER VERGANGENHEIT MIT EINEM BLICK IN DIE ZUKUNFT Zur Wiederentdeckung der Wurzeln, der Vergangenheit
und der Kultur der Benediktiner Stätten, die zerstreut sind in der Region
Molise und/oder anderen Regionen, werden Begegnungen, Debatten und
Zusammentreffen organisiert sowie Studien- und Forschungsarbeiten ausgeführt.
Die Sensibilisierung der Schüler der unterschiedlichsten Schulen sowie der
Bürger der Umgebung wird fortgesetzt, damit San Vincenzo al Volturno nicht
als geschichtliche Kuriosität betrachtet, sondern stattdessen die
historisch-kulturelle Bedeutung bewusst wird.
Information
and contacts Friends
of S. Vincenzo al Volturno Non-Profit Organization c/o
Palazzo della Provincia – Via Berta, 1 – 86170 Isernia Tel.
0865 412608 Tel.
0865 955246 – 952979 (hours Archaeological
Tremisse
Association (Guides) Tel.
333 6972803 – 349 4125856 – 0865951368
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